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Die Zeit des Krebses - Die Sehnsucht nach Geborgenheit

Mit dem Eintritt der Sonne in das Zeichen Krebs (22. Juni – 22. Juli) beginnt eine Zeit, in der viele Menschen wieder stärker mit ihren Gefühlen, Bedürfnissen und ihrem Wunsch nach Verbundenheit in Berührung kommen. Der Krebs steht astrologisch für Familie, Wurzeln, Fürsorge und das Bedürfnis nach einem sicheren Ort – im Außen und im Inneren.

Gerade in einer Welt, die sich ständig verändert, wächst bei vielen Menschen die Sehnsucht nach etwas Beständigem. Nach Nähe, Vertrautheit und dem Gefühl, irgendwo wirklich zuhause zu sein.

Warum wir uns nach Nähe und Sicherheit sehnen

Der Wunsch nach Geborgenheit ist zutiefst menschlich. Wir alle möchten uns gesehen, angenommen und verbunden fühlen. Beziehungen, vertraute Rituale oder Menschen, denen wir vertrauen, geben uns Orientierung und Halt.

Doch Sicherheit bedeutet mehr als äußere Stabilität. Denn das Leben bleibt in Bewegung. Menschen verändern sich, Lebensumstände wandeln sich und nicht alles lässt sich kontrollieren.

Je unsicherer wir uns innerlich fühlen, desto stärker versuchen wir häufig, Sicherheit im Außen herzustellen. Wir wünschen uns eindeutige Antworten, Verlässlichkeit oder die Garantie, dass alles so bleibt, wie es ist. Doch genau das kann uns das Leben nicht versprechen.

Emotionale Bedürfnisse erkennen

Die Krebszeit lädt uns dazu ein, achtsamer mit unseren emotionalen Bedürfnissen umzugehen.

Im Coaching zeigt sich dabei immer wieder ein spannendes Muster: Viele Menschen haben ein sehr feines Gespür für die Bedürfnisse ihres Gegenübers, während der Zugang zu den eigenen Bedürfnissen deutlich weniger klar ist. Stattdessen richtet sich der Fokus stark nach außen – auf den Partner, die Beziehung oder das emotionale Klima im Umfeld.

Gerade in dieser Zeit wird deutlich, wie wichtig es ist, die Aufmerksamkeit wieder stärker nach innen zu richten:

Was brauche ich wirklich?

Ist es Nähe?
Ruhe?
Verständnis?
Rückzug?
Austausch?
Oder vielleicht einfach das Gefühl, mit meinen Gefühlen da sein zu dürfen?

Oft sind unsere Bedürfnisse nicht das Problem – sondern die Tatsache, dass wir sie nicht klar wahrnehmen oder ernst nehmen. Je besser wir lernen, sie zu erkennen, desto klarer wird auch, was wir in Beziehungen tatsächlich suchen und brauchen.

Was gibt mir Halt, wenn sich im Außen etwas verändert?

Veränderungen gehören zum Leben. Beziehungen entwickeln sich, berufliche Situationen verändern sich und manchmal geraten vertraute Sicherheiten ins Wanken.

Gerade dann zeigt sich, worauf wir innerlich bauen.

Die Krebszeit erinnert uns daran, dass Geborgenheit nicht nur in äußeren Umständen entsteht. Sie wächst auch aus der Verbindung zu uns selbst.

Innere Sicherheit kann entstehen durch:

  • vertrauensvolle Beziehungen, nicht nur zum Partner, sondern auch zu Freunden und Menschen, die uns guttun
  • einen liebevollen Umgang mit sich selbst,
  • vertraute Rituale, bewusste Me-Time und kleine Gewohnheiten, die Stabilität geben
  • das Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse,
  • Dankbarkeit für das, was bereits trägt und da ist
  • und das Vertrauen, auch schwierige Zeiten bewältigen zu können.

Vielleicht geht es in dieser Krebszeit deshalb weniger darum, im Außen nach immer mehr Sicherheit zu suchen.

Vielleicht geht es vielmehr darum, das innere Zuhause wieder bewusster zu betreten.

Denn wahre Geborgenheit entsteht dort, wo wir lernen, uns selbst mit Mitgefühl, Verständnis und Vertrauen zu begegnen.